Plastikmüll in der Arktis

Die letzten drei Wochen sind wie im Flug vergangen. Die Zeit hier in der Arktis war sehr eindrücklich und ich habe spannende, aber auch erschreckende Dinge erlebt. Am meisten beeindruckt hat es mich zu sehen, wie vielseitig die Folgen vom Klimawandel hier in der Arktis sind. Renntiere, Walrosse und Robben sind nur einige der Verlierer vom Klimawandel. Aber es gibt auch Gewinner, wie Polarfüchse und einige Vögel.

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Forschungsprojekte

Während unserer Expedition habe ich an unterschiedlichen Orten kleine Proben für Forschungsgruppen in der Schweiz genommen, um einerseits einen Beitrag zur Erforschung dieser sensiblen Gebiete beizusteuern und andererseits euch zu zeigen, wie Forscher arbeiten und zu ihren Ergebnissen kommen. Ich habe unterwegs für eine Forschungsgruppe der ETH Zürich (Franziska Aemisegger) an allen möglichen Stellen Wasserproben aus dem Meer entnommen und wenn möglich auch Gletschereis gesammelt.

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New Commons Game

Während den stundenlangen Fahrten durch die Fjorde Spitzbergens hatten wir Zeit, um das Planspiel «New Commons Game» zu spielen, das uns Markus Ulrich von der UCS Ulrich Creative Simulations GmbH zu meiner Freude für die Reise geschenkt hat. Das Spiel stellt in einfachen Zügen die Ressourcenknappheit der Welt anhand eines Ozeans mit Fischen dar, wobei jeder Teilnehmer die Rolle eines Fischers übernimmt und ein eigenes Fischerboot hat.

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Tag 15: Ny-Ålesund (78°57’ N / 11°59’ E)

Als wir in den Hafen von Ny-Ålesund eingefahren sind, war der Nebel so dicht, dass wir die Schiffe an den Stegen erst wenige Meter vorher erkannt haben. Das Navigieren war bei diesen Bedingungen nicht einfach und ich half unserem Kapitän Charles in der Brücke, in dem ich Ausschau nach Eisbergen hielt. Glücklicherweise sind wir heil im Hafen angekommen und schon wenige Minuten später hatten wir strahlend blauen Himmel.

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Tag 13: Tryghammna (78°15’ N / 13°47’ E) – Poolepynten – Sarstangen

Hier in der Arktis bestimmt das Wetter unsere Aktivitäten und da hilft es auch nichts, dass ich den passenden Nachnamen trage 😉 In den vergangenen Tagen war es zu stürmisch, um mit dem Schlauchboot an Land zu fahren, doch ich verspürte mit jedem Tag, den wir an Bord verbrachten, mehr den Drang, diese beeindruckende Landschaft näher zu entdecken.

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Ankerwache

In den vergangenen Tagen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie schnell sich das Wetter hier in der Arktis verändern kann. Wenn die MV San Gottardo in der Nacht in einer Bucht vor Anker liegt müssen wir deshalb sicherstellen, dass sich das Schiff nicht in eine Untiefe bewegt und die Winde nicht zu stark werden.

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Tag 7-9: Pyramiden (78°39’ N / 16°20’ E) – Longyearbyen (78°12’ N / 15°45’ E)– Tryghammna (78°15’ N / 13°47’ E)

Jeder Tag hier an Bord schweisst unser Team mehr zusammen. In den vergangenen Tagen haben wir definiert, wie wir den «Student Climate Report 2018» umsetzen möchten, den wir als Teil vom «Swiss Arctic Project 2018» erarbeiten werden. Wir werden gemeinsam einen Dokumentarfilm über die Veränderungen und den Klimawandel in der Arktis und unsere Erlebnisse drehen. Dabei übernimmt jeder von uns Teilnehmern einen eigenen Part im Film. Antoine hat hierzu in Longyearbyen bereits ein Interview mit der Permafrost-Forscherin Sarah Strand von der Universität in Spitzbergen (UNIS) geführt. Permafrost ist Boden, der während mehr als einem Jahr stetig gefroren ist. Sarah Strand hat uns erzählt, dass der Permafrost ernsthaft vom Klimawandel bedroht ist. Als Folge vom auftauenden Boden können Schlammlawinen auftreten, die Menschen sowie ganze Dörfer und Siedlungen gefährden können. Auch in Longyearbyen ist eine Schlammlawine niedergegangen, die einige Verletzte und sogar einen Toten forderte. Dies kann auch in der Schweiz zu einer grossen Gefahr werden.

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Tag 6: Pyramiden (78°39’ N / 16°20’ E)

Heute haben wir die verlassene russische Siedlung «Pyramiden» besucht, die früher die nördlichste Kohlemine der Welt war. Im Jahr 1998 lebten und arbeiteten hier bis zu 1000 Menschen, bis sie die Siedlung völlig unerwartet von einem Tag auf den anderen verlassen mussten, weil sich der Kohleabbau wirtschaftlich nicht mehr gelohnt hat. Die Gebäude und Häuser wurden mitsamt der Einrichtung zurückgelassen und ich hatte den Eindruck, als könne ich noch heute in den Räumen das Leben von damals spüren. Der Konzertsaal war dunkel und das Piano stand auf der Bühne, als würde bald ein Konzert beginnen. An den Wänden hingen Bilder von den Arbeitern und deren Familien und in der Turnhalle lagen noch die Bälle vom letzten Fussballspiel herum. Einen Raum fand ich besonders interessant, denn an dessen Wand war ein Gemälde vom nahegelegenen Gletscher «Nordensköldbreen» gezeichnet, den wir am Tag zuvor besucht hatten. Es ist erstaunlich, wie sehr sich dieser Gletscher seither verändert und zurückgezogen hat.

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Tag 3 und 4: Imerbukta – Skansbukta – Nordensköldbreen-Gletscher (78°38’N / 16°54’ E)

Das Wetter hier in der Arktis ist unberechenbar – das musste ich gestern am eigenen Leib erfahren. Als die MV San Gottardo am späteren Nachmittag zur russischen Siedlung «Pyramiden» aufbrach, nahmen der Wind und die Wellenhöhe entgegen der aktuellen Wettervorhersage schon kurz nach unserer Abfahrt sehr stark zu.

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