Tag 13: Tryghammna (78°15’ N / 13°47’ E) – Poolepynten – Sarstangen

Hier in der Arktis bestimmt das Wetter unsere Aktivitäten und da hilft es auch nichts, dass ich den passenden Nachnamen trage 😉 In den vergangenen Tagen war es zu stürmisch, um mit dem Schlauchboot an Land zu fahren, doch ich verspürte mit jedem Tag, den wir an Bord verbrachten, mehr den Drang, diese beeindruckende Landschaft näher zu entdecken.

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Ankerwache

In den vergangenen Tagen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie schnell sich das Wetter hier in der Arktis verändern kann. Wenn die MV San Gottardo in der Nacht in einer Bucht vor Anker liegt müssen wir deshalb sicherstellen, dass sich das Schiff nicht in eine Untiefe bewegt und die Winde nicht zu stark werden.

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Tag 7-9: Pyramiden (78°39’ N / 16°20’ E) – Longyearbyen (78°12’ N / 15°45’ E)– Tryghammna (78°15’ N / 13°47’ E)

Jeder Tag hier an Bord schweisst unser Team mehr zusammen. In den vergangenen Tagen haben wir definiert, wie wir den «Student Climate Report 2018» umsetzen möchten, den wir als Teil vom «Swiss Arctic Project 2018» erarbeiten werden. Wir werden gemeinsam einen Dokumentarfilm über die Veränderungen und den Klimawandel in der Arktis und unsere Erlebnisse drehen. Dabei übernimmt jeder von uns Teilnehmern einen eigenen Part im Film. Antoine hat hierzu in Longyearbyen bereits ein Interview mit der Permafrost-Forscherin Sarah Strand von der Universität in Spitzbergen (UNIS) geführt. Permafrost ist Boden, der während mehr als einem Jahr stetig gefroren ist. Sarah Strand hat uns erzählt, dass der Permafrost ernsthaft vom Klimawandel bedroht ist. Als Folge vom auftauenden Boden können Schlammlawinen auftreten, die Menschen sowie ganze Dörfer und Siedlungen gefährden können. Auch in Longyearbyen ist eine Schlammlawine niedergegangen, die einige Verletzte und sogar einen Toten forderte. Dies kann auch in der Schweiz zu einer grossen Gefahr werden.

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Tag 6: Pyramiden (78°39’ N / 16°20’ E)

Heute haben wir die verlassene russische Siedlung «Pyramiden» besucht, die früher die nördlichste Kohlemine der Welt war. Im Jahr 1998 lebten und arbeiteten hier bis zu 1000 Menschen, bis sie die Siedlung völlig unerwartet von einem Tag auf den anderen verlassen mussten, weil sich der Kohleabbau wirtschaftlich nicht mehr gelohnt hat. Die Gebäude und Häuser wurden mitsamt der Einrichtung zurückgelassen und ich hatte den Eindruck, als könne ich noch heute in den Räumen das Leben von damals spüren. Der Konzertsaal war dunkel und das Piano stand auf der Bühne, als würde bald ein Konzert beginnen. An den Wänden hingen Bilder von den Arbeitern und deren Familien und in der Turnhalle lagen noch die Bälle vom letzten Fussballspiel herum. Einen Raum fand ich besonders interessant, denn an dessen Wand war ein Gemälde vom nahegelegenen Gletscher «Nordensköldbreen» gezeichnet, den wir am Tag zuvor besucht hatten. Es ist erstaunlich, wie sehr sich dieser Gletscher seither verändert und zurückgezogen hat.

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Tag 3 und 4: Imerbukta – Skansbukta – Nordensköldbreen-Gletscher (78°38’N / 16°54’ E)

Das Wetter hier in der Arktis ist unberechenbar – das musste ich gestern am eigenen Leib erfahren. Als die MV San Gottardo am späteren Nachmittag zur russischen Siedlung «Pyramiden» aufbrach, nahmen der Wind und die Wellenhöhe entgegen der aktuellen Wettervorhersage schon kurz nach unserer Abfahrt sehr stark zu.

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Tag 2: Ymerbukta (78°15’N / 14°00’E)

Als ich heute Morgen von meinem Bett aus durch die Luke geschaut habe, sah ich vor mir das weite Meer und am Horizont den mächtigen Gletscher «Esmarkbreen». Dieser Ausblick hat mich so fasziniert, dass ich am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben wäre. In der warmen Mitternachtssonne strahlte der Gletscher in allen möglichen Blautönen und ich fühlte mich, als wäre ich nun endlich wieder dort, wo ich hingehöre – ins ewige Eis.

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Day 1: Longyearbyen (78°13’N / 15°49’E) – Ymerbukta (78°15’N / 14°00’E)

Ich kann es kaum in Worte fassen, was wir hier erleben! Ich freue mich unglaublich, dass ich in der Arktis angekommen bin und euch von hier berichten darf! Heute Nacht sind wir nach Mitternacht in Longyearbyen gelandet, aber weil die Sonne hier 24 Stunden scheint hatte ich gar nicht den Eindruck, dass es schon so spät ist. Zum Flugzeug Fenster hinaus habe ich die ersten Polarfüchse neben der Landebahn entdeckt. Anders als ich erwartet hatte ist im Fjord vor Longyearbyen kein Eis zu sehen und auch die Berge haben nur kleine Schneefelder. Charles, unser Kapitän, hat uns anschliessend zur MV San Gottardo gebracht, die für die kommenden 3 Wochen unser zu Hause sein wird. Das Schiff ist viel grösser als ich es mir vorgestellt hatte. Nach einem ersten Sicherheitsbriefing und einigen spannenden Diskussionen zur Umsetzung des Projektes, durfte ich um 4 Uhr morgens zum ersten Mal in meiner Koje schlafen gehen. Ich teile meine Kabine mit Sabine, die während der Expedition für unsere Sicherheit und Wohlbefinden auf dem Schiff und an Land verantwortlich ist. Ich freue mich, euch schon bald mehr zu berichten! Heute Abend werden wir um ca. 18 Uhr losfahren nach «Ymerbukta», eine Bucht die gut 7 Stunden von Longyearbyen entfernt liegt. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet und wie das Wetter sein wird.

DSC09418Unser Team ist komplett! Jetzt kann die Expedition starten!

FlughafenViele Freunde und bekannte sind gekommen, um uns am Flughafen zu verabschieden.

37284661_1738560656261376_6742422601097805824_oVom Schiff aus haben wir eine tolle Sicht auf den Fjord vor Longyearbyen. In dieser Jahreszeit hat es sogar um Mitternach Sonnenschein.

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Am Morgen haben wir besprochen, wo wir die kommenden Tage hinfahren werden.