Meine Reise ans Ende der Welt – Unterwegs mit einer Inuitfamilie

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch von meiner Reise in eine faszinierende Welt am anderen Ende der Erde berichten und dazu einige Eindrücke und Geschichten aus Ostgrönland erzählen. Schon bevor die Reise startete, hat mich die Inuit Kultur interessiert. Es beeindruckte mich, wie sie schon seit vielen Generationen in diesem feindlichen Klima überleben können und wie sie mit und von der Natur leben. Weil ich mehr über diese Kultur lernen wollte und mich interessierte, wie die traditionellen Inuit heute neben der «modernen, westlichen» Welt bestehen können, beschloss ich, nach Ostgrönland zu reisen. Doch leider war nicht alles so erfreulich, wie ich es mir erhofft hatte.

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«Heute können wir im Norden kaum noch Jagen» – klimatische Veränderungen in Ostgrönland

Auf meiner Reise nach Grönland wollte ich herausfinden, von welchen Veränderungen Ostgrönland und allgemein die Arktis und ihre Bewohner betroffen sind und ob es Unterschiede zur Situation in der Antarktis gibt. Es war spannend mit den Einwohnern zu reden, die schon seit vielen Generationen hier leben. In einem ersten Blogbeitrag dazu werde ich auf die klimatischen Änderungen und deren Auswirkungen auf die Menschen eingehen. Im nächsten werde ich über die sozialen Veränderungen schreiben.

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Leben mit den Inuit in Grönland

Als ich aus der Antarktis zurückgekehrt bin, war ich erstaunt darüber, was ich dort alles erfahren habe. Mich hat immer mehr interessiert, ob es auch in der Arktis solche Veränderungen und Probleme gibt und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es zwischen den beiden polaren Gebieten gibt. Ich habe begonnen zu recherchieren, Bücher zu lesen und mit Forschern und Einwohnern von Grönland zu sprechen. Schnell wurde mir bewusst, dass in der Arktis ein ganz neuer Faktor hinzukommt: Die Ureinwohner der Arktis, die Inuit. Diese Menschen leben schon seit Jahrhunderten dort und sind von den Veränderungen in der Arktis genauso betroffen wie der häufig als Symbol für die Arktis verwendete Eisbär. Nach langen Recherchen und Planungsarbeiten habe ich beschlossen, diesen Sommer nach Grönland zu reisen und vor Ort zu erfahren, wie es den Inuit und ihrer Umwelt wirklich geht. In meinem Blog möchte ich euch von meinen Erfahrungen berichten.

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Die Schattenseiten der Antarktis

Es kommt mir vor wie eine kleine Ewigkeit, seit ich aus der Antarktis zurückgekehrt bin. Im vergangenen Jahr habe ich mit Charles Michel zusammen viele Vorträge für Schulen, Vereine und Organisationen gehalten. Eine grosse Überraschung bescherte mir die Gemeinde Fehraltorf zu Beginn dieses Jahres. Für mein Dokumentarfilm-Projekt in der Antarktis haben Sie mir den Förderpreis 2016 der Gemeinde Fehraltorf verliehen. Ich fühle mich sehr geehrt und möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei der Gemeinde bedanken.

Aus der Antarktis habe ich viele wunderschöne Eindrücke mitgenommen. Doch leider gibt es auch viele Schattenseiten. Bisher habe ich in meinem Blog noch nicht viel darüber geschrieben, deshalb möchte ich dies an dieser Stelle in zusammengefasster Form nachholen.

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Vorträge über meine Reiseerlebnisse

Schon ein Jahr ist es her, seit ich die wunderschöne Welt der Antarktis entdecken durfte. Heute habe ich von einem befreundeten Forscher aus der Antarktis die Nachricht erhalten, dass dort seit 2 Wochen einen heftiger Sturm tobt, mit 70 Knoten (etwa 130 km/h) Wind. In meinem Reisetagebuch habe ich nachgeschaut und festgestellt, dass ich fast zur selben Zeit vor einem Jahr genau dasselbe erlaubt habe. «Weil das Wetter so schlecht und ankern zu gefährlich ist, fährt das Schiff den ganzen Tag im Kreis herum. Immer wieder denke ich: Hier waren wir doch heute schon einmal!» Dieses Unwetter hielt damals 2 Wochen an und Anlandungen waren schlicht nicht möglich. Stattdessen verbrachte ich meine Tage vertieft in Gespräche mit Forschern oder meiner grössten Leidenschaft, dem Filmen und Fotografieren.

Heute, ein Jahr nach dieser abenteuerlichen Expedition zum kältesten Kontinenten der Welt, drücke ich wieder die Schulbank. In der Zwischenzeit habe ich meinen ersten Dokumentarfilm fertig geschnitten und ihn im Oktober zum ersten Mal vorgeführt. Schon bald darf in Vorträgen über meine Erlebnisse in der Antarktis berichten.

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Filmpremiere

Am vergangenen Freitag war es endlich soweit. Nach zwei anstrengenden und erfahrungsreichen Jahren habe ich meinen Dokumentarfilm “Pinguine in Gefahr – Eine Schülerin auf Spurensuche am Ende der Welt” zum ersten Mal vorgeführt. Es war meine Maturitätsarbeitpräsentation am Gymnasium in Wetzikon. 80 Freunde und Bekannte hatte ich dazu eingeladen, 120 hatten sich angemeldet und über 400 Besucher sind gekommen.

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Über 3000 Videoclips aus der Antarktis

Seit meiner Rückkehr aus der Antarktis habe ich fast jeden Abend vor dem Computer verbracht. Einige tausend Videoclips habe ich angeschaut, beschrieben und bewertet. Dabei wurden bei mir viele schöne Erinnerungen geweckt; Gedanken an die ewigen Eislandschaften, an die Pinguine, die Seeelefanten und die Wale, an den Duft nach Salzwasser, an das Geräusch der Schiffsturbinen, an die Weite des Meeres, an das Schaukeln des Schiffes, an die Zeit auf der Polnischen Forschungsstation Arctowski… Ich könnte die Liste endlos weiterführen. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an diese einzigartige Zeit zurück denke. Mein grösster Wunsch ist es, eines Tages wieder dorthin zurückzukehren.

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Mein Leben auf dem Forschungsschiff

Nach den vielen eindrucksvollen Erlebnissen, die ich während meiner sechswöchigen Expedition in die Antarktis erlebt habe, ist der Alltag wieder zurückgekehrt. Doch die wunderschönen Erinnerungen, die ich von der Reise mitgenommen habe, werde ich nie vergessen. Angefangen bei der Schiffsfahrt durch das beeindruckende Eispanorama in der „Paradise Bay“, über den Aufenthalt auf der Polnischen Forschungsstation „Arctowski“, bis hin zur Insel mit der Chilenischen Station GGV, wo ich einem Albino-Pinguin begegnet bin. Da ich aus der Antarktis nur unter erschwerten Bedingungen Blogbeiträge in die Schweiz übermitteln konnte, war es mir leider nicht möglich, das Schiff und meinen Alltag vorzustellen. Dies ist mein erster Beitrag dazu.

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Jeder Tag ein Abenteuer

Die Tage in der Paradise Bay waren märchenhaft. Die unbeschreiblichen Eislandschaften faszinierten mich sehr und ich verbrachte viele Stunden staunend auf der Brücke unseres Schiffes. Während der Fahrt Richtung Norden erwarteten mich weitere Überraschungen. So war es eines Nachmittags ungewohnt unruhig auf dem Schiff. Der Kapitän war nervös und die Stimmung auf der Brücke angespannt. Ein riesiger Eisberg hatte sich dem Schiff bis auf 14 Meter genähert. Schnell wurde die Ankerkette hochgezogen und der Motor gestartet. Einige Passagiere fanden sich auf dem Deck ein, um das Spektakel zu beobachten. Auch ich war da und filmte das Ereignis gespannt. Der Eisberg war so riesig, dass man manches Mehrfamilienhaus darauf hätte bauen können. Glücklicherweise ging alles glimpflich aus und das Schiff konnte unbeschadet weiter Richtung Norden fahren.
Schon bald erwartete mich wieder die Drake Passage und mit ihr auch die Hoffnung auf tolle Aufnahmen. Laut der Schiffsmeteorologin sollte mein Wunsch in Erfüllung gehen, denn sie sagte einen starken Sturm vorher. Voller Vorfreude startete ich mein Abenteuer Drake Passage zum zweiten Mal. Doch meine Erwartungen wurden wieder bitter enttäuscht. Die Wellen waren bestenfalls 3-5 Meter hoch und nicht 20 Meter, wie ich sie nach meinen Vorbereitungsrecherchen erwartet hatte. So genoss ich die restlichen Tage entspannt mit meinem Team bei ruhiger See auf dem Schiff. Ich drehte letzte Einstellungen vom Schiff und genoss den Sonnenuntergang und die einzigartigen Wolkenschauspiele am letzten Tag.

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Zum Abschied von der Antarktis zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite mit einer wunderschönen Abendstimmung.

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