Day 1: Longyearbyen (78°13’N / 15°49’E) – Ymerbukta (78°15’N / 14°00’E)

Ich kann es kaum in Worte fassen, was wir hier erleben! Ich freue mich unglaublich, dass ich in der Arktis angekommen bin und euch von hier berichten darf! Heute Nacht sind wir nach Mitternacht in Longyearbyen gelandet, aber weil die Sonne hier 24 Stunden scheint hatte ich gar nicht den Eindruck, dass es schon so spät ist. Zum Flugzeug Fenster hinaus habe ich die ersten Polarfüchse neben der Landebahn entdeckt. Anders als ich erwartet hatte ist im Fjord vor Longyearbyen kein Eis zu sehen und auch die Berge haben nur kleine Schneefelder. Charles, unser Kapitän, hat uns anschliessend zur MV San Gottardo gebracht, die für die kommenden 3 Wochen unser zu Hause sein wird. Das Schiff ist viel grösser als ich es mir vorgestellt hatte. Nach einem ersten Sicherheitsbriefing und einigen spannenden Diskussionen zur Umsetzung des Projektes, durfte ich um 4 Uhr morgens zum ersten Mal in meiner Koje schlafen gehen. Ich teile meine Kabine mit Sabine, die während der Expedition für unsere Sicherheit und Wohlbefinden auf dem Schiff und an Land verantwortlich ist. Ich freue mich, euch schon bald mehr zu berichten! Heute Abend werden wir um ca. 18 Uhr losfahren nach «Ymerbukta», eine Bucht die gut 7 Stunden von Longyearbyen entfernt liegt. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet und wie das Wetter sein wird.

DSC09418Unser Team ist komplett! Jetzt kann die Expedition starten!

FlughafenViele Freunde und bekannte sind gekommen, um uns am Flughafen zu verabschieden.

37284661_1738560656261376_6742422601097805824_oVom Schiff aus haben wir eine tolle Sicht auf den Fjord vor Longyearbyen. In dieser Jahreszeit hat es sogar um Mitternach Sonnenschein.

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Am Morgen haben wir besprochen, wo wir die kommenden Tage hinfahren werden.

Schockierende Spuren des Klimawandels in der Schweiz

Vor mittlerweile über 5 Jahren gehörte ich zu den glücklichen Gewinnern eines Videowettbewerbs. Für mich ging ein grosser Traum in Erfüllung, denn ich durfte gemeinsam mit den 6 weiteren Gewinnern ein Musikvideo im Engadin drehen. Einer der eindrucksvollsten und spannendsten Drehtage verbrachten wir an der Zunge des Morteratschgletschers nahe St. Moritz. Mich faszinierten die meterhohe Gletscherfront und die kleinen Gletscherhöhlen schon damals. Doch ich konnte nicht ahnen, wie sich diese Welt hier bis zu meinem nächsten Besuch verändern wird.

1.0Die imposante Front des Morteratschgeltschers im 2012

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Die Schattenseiten der Antarktis

Es kommt mir vor wie eine kleine Ewigkeit, seit ich aus der Antarktis zurückgekehrt bin. Im vergangenen Jahr habe ich mit Charles Michel zusammen viele Vorträge für Schulen, Vereine und Organisationen gehalten. Eine grosse Überraschung bescherte mir die Gemeinde Fehraltorf zu Beginn dieses Jahres. Für mein Dokumentarfilm-Projekt in der Antarktis haben Sie mir den Förderpreis 2016 der Gemeinde Fehraltorf verliehen. Ich fühle mich sehr geehrt und möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei der Gemeinde bedanken.

Aus der Antarktis habe ich viele wunderschöne Eindrücke mitgenommen. Doch leider gibt es auch viele Schattenseiten. Bisher habe ich in meinem Blog noch nicht viel darüber geschrieben, deshalb möchte ich dies an dieser Stelle in zusammengefasster Form nachholen.

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Vorträge über meine Reiseerlebnisse

Schon ein Jahr ist es her, seit ich die wunderschöne Welt der Antarktis entdecken durfte. Heute habe ich von einem befreundeten Forscher aus der Antarktis die Nachricht erhalten, dass dort seit 2 Wochen einen heftiger Sturm tobt, mit 70 Knoten (etwa 130 km/h) Wind. In meinem Reisetagebuch habe ich nachgeschaut und festgestellt, dass ich fast zur selben Zeit vor einem Jahr genau dasselbe erlaubt habe. «Weil das Wetter so schlecht und ankern zu gefährlich ist, fährt das Schiff den ganzen Tag im Kreis herum. Immer wieder denke ich: Hier waren wir doch heute schon einmal!» Dieses Unwetter hielt damals 2 Wochen an und Anlandungen waren schlicht nicht möglich. Stattdessen verbrachte ich meine Tage vertieft in Gespräche mit Forschern oder meiner grössten Leidenschaft, dem Filmen und Fotografieren.

Heute, ein Jahr nach dieser abenteuerlichen Expedition zum kältesten Kontinenten der Welt, drücke ich wieder die Schulbank. In der Zwischenzeit habe ich meinen ersten Dokumentarfilm fertig geschnitten und ihn im Oktober zum ersten Mal vorgeführt. Schon bald darf in Vorträgen über meine Erlebnisse in der Antarktis berichten.

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