Plastikmüll in der Arktis

Die letzten drei Wochen sind wie im Flug vergangen. Die Zeit hier in der Arktis war sehr eindrücklich und ich habe spannende, aber auch erschreckende Dinge erlebt. Am meisten beeindruckt hat es mich zu sehen, wie vielseitig die Folgen vom Klimawandel hier in der Arktis sind. Renntiere, Walrosse und Robben sind nur einige der Verlierer vom Klimawandel. Aber es gibt auch Gewinner, wie Polarfüchse und einige Vögel.

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Neben dem Klimawandel haben wir hier aber auch noch ganz andere menschliche Einwirkungen entdeckt. An einigen der entlegensten Strände haben wir der ganzen Küste entlang Müll gefunden. Fischernetze, leere Dosen, Flip Flops, Zahnpasta-Tuben um nur einige Dinge aufzuzählen. Unser Team hat deshalb auf der Reise für My green Trip Müll gesammelt und wir waren überrascht, welche Menge alleine auf einem 100-Meter Strandabschnitt zusammengekommen ist. Wir sollten unserem Planeten viel mehr Sorge tragen. Wir verhalten uns, als hätten wir einen zweiten oder dritten davon, aber das hier ist unser einziger! Weil mich die polaren Regionen in ihren Bann gezogen haben und sehr faszinieren, werde ich bis im Dezember hier an der Universität in Spitzbergen studieren, um mehr über dieses Ökosystem und die Auswirkungen vom Klimawandel zu lernen. Das Team ist gestern zurück nach Zürich geflogen. Es ist mir schwer gefallen, ohne mein Team hier zurückzubleiben, aber ich freue mich darauf, was mich in den kommenden Wochen und Monaten hier erwarten wird. Besonders freue ich mich darauf, den Übergang von der Mitternachtssonne zur ewigen Dunkelheit zu erleben und hoffentlich die ein oder anderen Polarlichter zu erleben. Ich werde euch auch während meinem Austausch Bilder aus der Arktis senden. Zuerst bleibe ich jetzt noch 5 Tage auf der MV San Gottardo und werde bei einem Forschungsprojekt zum Thema Müll mithelfen. Updates folgen 😉

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