Sponsorensuche

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Am Anfang habe ich mich gefragt, wie ich dieses grosse Projekt überhaupt finanzieren kann. Mein Erspartes hätte dazu nie und nimmer ausgereicht. Mein Mentor Charles Michel hat mir erklärt, dass ich dazu am besten auf Sponsorensuche gehe und er hat dazu einige seine Kontakte aus der Zeit bei Schweizer Fernsehen spielen lassen. So habe ich in den letzten Monaten bei vielen Firmen und Unternehmungen an die Türe geklopft und um Unterstützung für mein Filmprojekt gefragt. Auf der Suche nach Sponsoren durfte ich zahlreiche Geschäftsführer und Marketing-Verantwortliche kennen lernen und ihnen mein Projekt vorstellen. Anfangs war ich sehr aufgeregt, als ich den Geschäftsleuten gegenüber sass, aber zugleich war es ein tolles Gefühl, einmal Einblick in die Welt der grossen Konzerne zu nehmen. Bei den ersten Absagen war es schwer, damit klar zu kommen. Das musste ich zuerst lernen. Auch wenn manche Firmen das Projekt nicht unterstützen konnten, so hat es sich für mich auf alle Fälle gelohnt, denn ich habe eine Menge Erfahrungen mitnehmen können.

Ich habe mich umso mehr sehr gefreut, als Fjällräven ihre Unterstützung zugesagt hat. Entgegen meinen Vorstellungen kam nicht ein alter Mann in Krawatte und Anzug zu unserem ersten Treffen, sondern ein junger Mann in Jeans und einer grossen Tasche mit Ausrüstung für mich. Es war Alex Gamper von der Firma Bus Sport AG, die die Schwedische Firma in der Schweiz vertreten. Fjällräven ist eine Firma, die sich auf Funktionsbekleidung für kalte Regionen spezialisiert hat. Ich durfte mich durch alle Kleider durchprobieren und stand am Schluss, Wind und Wetter fest, mit Rock, Hose und Jacke im Laden. Wie man sich denken kann, kam ich dabei mächtig ins Schwitzen.

Der Outdoor-Spezialist Transa war mein Wunschpartner als Ausrüster. Mir fehlt jede Erfahrung für das Leben und Arbeiten in so extremen Regionen wie der Antarktis. Transa hat diese Erfahrung und auch die nötige Ausrüstung dazu. Doch es war sehr schwierig, die Entscheidungsträger zu kontaktieren. Dank Alex Gamper klappte auch dies und ich hatte im Laden von Transa mächtig Spass. Ich kämpfte mich von Abteilung zu Abteilung und das Restvolumen meiner Tasche wurde immer kleiner. Mit so viel Material hatte ich nicht gerechnet. Glücklicherweise stand mir Ruedi Thomi von Transa mit Rat und Tat zur Seite. Er begleitete mich auch auf den Gletscher in Saas-Fee und zeigte mir, wie bei stürmischen Winden das Zelt richtig aufgebaut wird. Dass Ruedi Thomi ein richtig guter Fotograf ist, wusste ich anfangs natürlich nicht. Als er mir dann seine Fotos vom Gletschertraining gezeigt hat, war ich nicht mehr sicher, ob ich mich mehr über die Fotos oder das Material freuen soll (s. Fotos). Kurz, es war einfach toll.

Auch ein grosser Schweizer Kommunikationsanbieter unterstützt mein Projekt und hilft mir, dass während meiner ganzen Reise der Kontakt in die Schweiz nie abbricht. Ich war erstaunt, welchen Aufwand ein Telefonat aus der Antarktis in Schweiz braucht. Umso mehr freue ich mich, dass der Sponsor für die Expedition ein Satellitentelefon stellt und sämtliche Kommunikationskosten übernimmt. Sogar für die anfallende Kommunikation in der Schweiz und in Chile erhalte ich ein neues Handy.

Endlich ist mein Projekt nach langer Sponsorensuche finanziert. So erhalte ich von Sony die neuste Kameratechnologie, Saas-Fee hat die Kosten für die Gletschertrainings übernommen und sogar meine Wohngemeinde Fehraltorf hat einen Sponsorenbeitrag gesprochen. Und das sind bei weitem noch nicht alle Sponsoren.

Riesigen Dank an meine Ausrüster, Sponsoren und Unterstützer, die an mich und mein Projekt glauben.
Ich werde euch in meinen nächsten Blogbeiträgen vom Gletschertraining in Saas-Fee erzählen, was ich für Material und Ausrüstung in die Kälte mitnehme und wie ich damit arbeite.

Hier eine Auswahl der Bilder von Ruedi Thomi, die ich ganz toll finde: www.rundblick.ch

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