Tag 7-9: Pyramiden (78°39’ N / 16°20’ E) – Longyearbyen (78°12’ N / 15°45’ E)– Tryghammna (78°15’ N / 13°47’ E)

Jeder Tag hier an Bord schweisst unser Team mehr zusammen. In den vergangenen Tagen haben wir definiert, wie wir den «Student Climate Report 2018» umsetzen möchten, den wir als Teil vom «Swiss Arctic Project 2018» erarbeiten werden. Wir werden gemeinsam einen Dokumentarfilm über die Veränderungen und den Klimawandel in der Arktis und unsere Erlebnisse drehen. Dabei übernimmt jeder von uns Teilnehmern einen eigenen Part im Film. Antoine hat hierzu in Longyearbyen bereits ein Interview mit der Permafrost-Forscherin Sarah Strand von der Universität in Spitzbergen (UNIS) geführt. Permafrost ist Boden, der während mehr als einem Jahr stetig gefroren ist. Sarah Strand hat uns erzählt, dass der Permafrost ernsthaft vom Klimawandel bedroht ist. Als Folge vom auftauenden Boden können Schlammlawinen auftreten, die Menschen sowie ganze Dörfer und Siedlungen gefährden können. Auch in Longyearbyen ist eine Schlammlawine niedergegangen, die einige Verletzte und sogar einen Toten forderte. Dies kann auch in der Schweiz zu einer grossen Gefahr werden.

Nachdem wir mit dem Schiff von Longyearbyen in die Bucht Tryghammna gefahren sind, hat sich das Wetter wieder verschlechtert und eine Weiterfahrt Richtung Norden war nicht möglich. Deshalb sind wir am Nachmittag mit dem Schlauchboot zu einer nahegelegenen Renntierherde gefahren, wo Tessa Aufnahmen für ihren Teil vom Film drehen konnte. Es war sehr eindrücklich, diese Tiere in der Natur zu beobachten. Einige Jungtiere waren sehr neugierig und sind sehr nahe zu uns gekommen. Renntiere sollen zu den Gewinnern vom Klimawandel gehören, weil sie durch die längeren Vegetationsperioden mehr fressen können. Andere Tiere wie beispielsweise die Walrosse gehören zu den Verlierern, weil das Eis, ihr Lebensraum, immer mehr verschwindet. Weil es während unserer Anlandung ununterbrochen geregnet hat, waren alle unsere Kleider klitschnass, als wir auf das Schiff zurückgekommen sind. Der Mastraum und der Maschinenraum, wo wir unsere Kleider zum Trocknen aufgehängt haben, glichen einem begehbaren Kleiderschrank. Mehr dazu zeige ich euch in meinem Video.

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Ich möchte euch noch eine letzte Information mitgeben: Seit dieser Woche ist ein Team vom Schweizer Fernsehen SRF an Bord der MV San Gottardo und berichtet mehrere Male im 10vor10 über das «Swiss Arctic Project». Der erste Beitrag war vergangenen Dienstag im 10vor10 zu sehen, der nächste wird morgen, Freitag, im 10vor10 zu sehen sein.

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